Eine Partei ultranationaler Rechtspopulisten wächst in Deutschland heran. Und während ein förmlicher Professor für Ökonomie als Kandidat der Alternative für Deutschland (AfD) in den Parlamentswahlen antritt, erkennt man zwischen den Parteilinien die eigentliche Bedeutung seiner Rhetorik. Fünf Jahre nachdem Regisseur Marc Eberhardt den damaligen Spitzenkandidaten der AfD zur Baden-Württemberg-Wahl begleitet hat, präsentieren wir MEUTHEN’S PARTY neu. Der aufgeregte Sound um die AfD begleitet uns noch immer, auch wenn die Skandale heute andere sind. Meuthen ist nicht mehr Vorsitzender der Landtagsfraktion. Er ist noch einer von zwei Vorsitzenden der AfD und der ewige innerparteiliche Streit darum, wie rechts genau sie sein möchte ist derselbe geblieben. Nur Meuthen sägt nicht mehr am Stuhl seiner Co-Vorsitzenden, sondern bewegt sich nun selbst auf dünnem Eis. Und nicht zuletzt lässt der Verdacht der Annahme illegaler Parteispenden, mit denen Meuthen den Wahlkampf 2016 finanziert haben soll, das Bild des freundlichen, von der Politik enttäuschten Professors, das Meuthen damals gern von sich zeichnete, in anderem Licht erscheinen. MEUTHEN’S PARTY zeigt den rasanten Aufstieg eines politischen Opportunisten und legt gerade in der Rückschau den Blick auf dieselben Mechanismen frei, mit denen populistische Parteien sich seitdem in der Gegenwart eingerichtet haben.